Montag, 26. November 2012

Conny bleibt cool

Seit Anfang April liebäugelte Conny Matthes mit einer Linie an der Kalten Wand im nördlichen Frankenjura, welche ihren Vorlieben recht nahe kommt. Powerkletterei, boulderlastig, kurz (16 Züge)und trickreich. Der Name: Intercooler. Am 24.November konnte Conny nach harter Vorarbeit die Route durchsteigen und somit nach Powerplay, welche sie im Vorjahr kletterte, ihre zweite 11- punkten. Beinahe jedes Wochenende (seit April) pilgerte Conny zur Kalten Wand um einmal mehr die Züge einzuschleifen und die kleinsten Details den Bewegungen zu entlocken. Eigentlich konnte Conny nur phasenweise in der Tour arbeiten. Einmal hielten sich die Bedingungen an der Wand drei bis vier Wochen in denen Conny intensiv projektierte. Dann wurde es wieder so schlecht, dass für einige Zeit gar nichts am Intercooler auszurichten war. Dieses Spiel wechselte sich bis in den Spätherbst regelmäßig ab. Drei Wochenenden powern, danach wieder zwei Wochen abgesoffener Fels. In den letzten Wochen waren die Verhältnisse dann zwar nicht besonders gut, aber konstant annehmbar und so konnte Conny sich so weit pushen, dass ihre Durchstiegsversuche immer weiter gingen und sie auch nun mehr erfolgversprechende Versuche an einem Tag machen konnte. Zum Schluss wurde das Ganze noch zu einem Psychospiel, da auch die Zeit drängte und wieder feuchteres Wetter und Wärme angesagt waren. Doch am vergangenen Samstag wusste sie, dass heute Umlenkertag ist. Nach kurzem Warmup und zwei recht guten Versuchen konnte Conny dann ziemlich gelassen die Züge aneinanderreihen.

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