Mittwoch, 5. August 2015

Conny klettert "Limbonic Art"

Seit einigen Tagen zieht es Conny immer wieder an die ü-50-Zug-Traverse „Limbonic Art“ ans das Seewändchen. Die vielen tollen Griffformen, das Gestein und die abgefahrenen Züge begeisterten Conny seit dem sie das erste Mal vor der Traverse stand. Vergangenen Sonntag konnte sie nach ein paar Tagen Vorarbeit „Limbonic Art“ Fb 7c+/8a klettern. Für Conny war das ein wichtiger Schritt, um wieder zu etwas mehr Ausdauer zu kommen, da sie in letzter Zeit beinahe ausschließlich mit Pad am Start war. Die vielen Züge und Bewegungen machten Conny so viel Spaß, dass sie auch in Zukunft plant wieder verstärkt längere Boulder/Touren zu probieren. Denn im Herbst wollen wir ja auch schließlich drei Wochen nach Spanien. P.S. Mich würde ja mal interessieren, ob der Name des Boulders auf die nicht mehr existente Band Limbonic Art bezogen ist!?

Donnerstag, 30. Juli 2015

Magic Wood und 1. Begehung von "Empire Falls"

Vor zwei Wochen tummelten wir uns noch im magischen Wald zwischen den Blöcken und im Campground des Bodhicamps, um fuchsiger weise der großen Hitze zu entkommen. Doch was muss ich berichten: In der Schweiz glühte der Planet genauso wie im Rest Mitteleuropas. Doch einige kühle Löcher ließen sich im Wald finden um das Bouldern zu ermöglichen. Allerdings richtig kleine Griffe wollten wir beide nicht anfassen, da sich die Haut wie Wachs anfühlte. Dennoch konneten wir beide neben etlichen 7c Bouldern "The Bomb is explosion" 8a und "Right hand of darknes" 8a mit nachhause nehmen. Nach einem grauenvollen Samstagsbouldern im ganz und gar nicht mehr magischen Wald, ging die Reise am Sonntag wieder zurück in die Thüringer Wälder. Hier reizte mich noch ein altes Projekt im Hülloch, welches ich gemeinsam mit Dirk vor etlichen Jahren eingebohrt hatte. Der erste Haken des Projektes war glaube ich der erste Haken, der von uns im Hülloch überhaupt gesetzt wurde. Die Tour hatte auch keinen Projektstatus mehr und konnte von jedem versucht werden. So nahm ich mich dem Projekt wieder an und checkte die Züge aus. Es sind über 50 durch ein 25m Dach. Nach einigen Tagen Vorarbeit konnte ich nun die Ausdauer aufbringen um mich durch das Dach zu schrauben. Jetzt nach dem ich es geklettert habe, kann ich kaum mehr nachvollziehen, warum wir diese Linie immer haben links liegen lassen. Jetzt nach 8 Jahren, ist auch das letzte Projekt im Loch geklettert. Und ich muss sagen, dass es mit Abstand zu dem Besten gehört, was man in Thüringen klettern kann. "Empire Falls" würde ich mit 10-/10 einstufen. Die Tour ist zu Beginn etwas trickreich, gefolgt von einer harten Cruxpassage an Zangen und Löchern. Nun henkelt man lustig durch das Dach mit einem kurzen "Stellchen" und ganz oben wird die Luft nochmal richtig dünn. Viel Spaß mit der Tour!

Sonntag, 17. Mai 2015

Mit dem Bollerwagen in die Fränkische

Dieses Mal beschlossen wir zu Himmelfahrt keine großen Sprünge zu machen und verbrachten die Tage in der guten alten Fränkischen. Unseren Bollerwagen haben wir bis oben hin vollgepackt: Kletterkrempel, Pads, Hund und, und, und...
Am Donnerstag ging die Reise erst mal zum Freienfels, an dem ich die Kombination Hypersonic 10 klettern konnte. Die Tour besteht aus zwei Bouldern mit einem recht guten Schüttelpunkt in der Mitte. Die Routen am Freienfels sind im Übrigen alle sehr zu empfehlen und gerade auch in super trockenem Zustand. Am Freitag war dann Kontrastprogramm angesagt. An der Burg Rabenstein hatte ich erst vor einigen Tagen eine Neutour gebohrt, welche ich nun probieren wollte. Schon das erste Durchbouldern hat mich sehr motiviert, da die Griffformen und die Bewegungen einfach genial waren. Putzen konnte man die Tour mit der Zahnbürste. Die Gesteinsqualität ist top. Also nix wie einbinden und hoch da. Ritter Rudi würde ich mit 9 bewerten. Die Tour befindet sich rechts von ABS und geht auf deren Umlenkhaken. Am Samstag war dann leichtklettern angesagt. Wir wollten uns einmal die neue/alte Unterailsfelder Wand anschauen, welche Stefan Löw saniert und nacherschlossen hat. Gesagt getan. Und ich kann jedem nur empfehlen dorthin zu gehen und die Touren im linken Wandteil zu klettern. Die Routen sind alle mindestens 20 Meter lang und bieten genialste Kletterei zwischen dem 5. und dem 9. Grad. Wir konnten uns dort kaum satt klettern. Am Sonntagmorgen überlegten wir beim Frühstück, dass wir ja die Pads ganz umsonst dabei hätten, wenn wir heute nicht mal kabellos was machen würden. Die Wahl fiel auf Krotti. Dort konnte ich (dank des guten Rehaklettern am Vortag) den Boulder Angelripper 8a Fb klettern. Conny gelangen zwei sehr schnelle Begehungen von einer 7c und einer 7b Fb. Da wollen wir hoffen, dass die Form erhalten bleibt denn übernächste Woche wollen wir ins Magic Wood :-).

Sonntag, 29. März 2015

Neue Touren am Schlumpfendorf (Frankenjura)

Nun endlich, endlich, endlich kann ich meinen Sack am Schlumpfendorf zu machen. Nachdem ich im vergangenen Jahr noch einige Touren dem linken Sektor gönnte, konnte ich gestern noch ein letztes Projekt klettern, welches mir Jochen Rühl schenkte. Dieses Projekt stand nun mittlerweile 14 Jahre und keiner nahm sich der Sache an. Es wäre wirklich schade drum gewesen, da die Kletterei exzellent ist. Das Gestein ist echt klasse und die Linie sucht sich leicht diagonal die schwächste Stelle durch den strukturarmen Wulst. Es gibt in Wandmitte einen ziemlich üblen Boulder zu knacken. Naja, die ganz Starken rupfen das locker runter. Aber ich schätze die Tour dennoch mit glatt 10 ein. Keine Ahnung...es kann auch etwas leichter sein und ich habe mich nur angestellt. Aber am wichtigsten ist, dass jetzt alles fertig ist und ich den Berg nicht mehr hoch latschen muss. Danke auch nochmal an meine Conny, die mich so viele Stunden dort hin begleitet hat! Hier gibts dann auch ein handgepinseltes Topo von mir. Ein besseres findet ihr natürlich bei frankenjura.com. /s400/20150322_160554%5B1%5D.jpg" />

Freitag, 27. März 2015

BlocReich - Boulderführer Thüringen - Releaseparty am 12.04.2015

Nach fast drei Jahren Arbeit ist es so weit: Thüringen hat seinen eigenen Boulderführer! Wir, der Autor sowie der Verlag Geoquest, sind überglücklich euch das Buch präsentieren zu können. Deshalb laden wir euch alle am 12.04.2015 ab 15 Uhr zur großen BlocReich - Releaseparty ins Hülloch bei Tambach-Dietharz ein. Also, nutzt die Chance und sichert euch euer Exemplar. Die Bücher werden noch druckwarm sein!
Die Eckdaten zum Buch:
- 14 Gebiete
- 1200 Boulder
- 336 Seiten
- Interviews
- Storys
- GPS
- Fotos,Fotos, Fotos...
- Boulder- und Kletterhallenspecial
- und noch viel mehr
Bratwürste und Bier sind auch mit am Start (ab 17 Uhr)
Kommt zahlreich. Wir freuen uns auf Euch!!!

Donnerstag, 5. März 2015

Mein Revier!

Mittwoch 12.30 Uhr fällt der Hammer und ich verlasse mein Büro. Schnell ins Auto und ab ins Hülloch. Am Sonntag konnte ich schon zwei ziemlich gute Versuche in meinem Projekt verbuchen. Mit den Bewegungen des Boulders im Kopf, lenke ich mein Auto, welches die Strecke mittlerweile schon alleine fährt, durch die Kurven nach Tambach-Dietharz. Viel hatte ich die vergangenen Wochen nach der Arbeit am Abend Trainiert und gebouldert um mich fit zu fühlen. Ich krame meine 7 Sachen aus meinem Caddy und bin ganz gespannt, wie die Bedingungen sein werden. Wir haben 1°C +, es geht Wind und siehe da… es ist super trocken. Uiuiui, da kommen in mir schon wieder Bilder vom Durchstieg auf und die dazugehörige Nervosität. Schnell umdenken! Ich bin da um zu trainieren und gute Versuche zu machen. Alles andere ist zu verfrüht. Nachdem ich mich mit meinem Vater in leichtem Gelände aufgewärmt habe, gibt es den ersten Versuch. Schon nach wenigen Zügen geht mir der Arsch zu Boden. Der Hook hat nicht gehalten. Der Zug ist sowieso sehr speziell und bildet die erste Crux (Einzelzug 7b Fb). Ich mache eine kurze Pause und leg nochmal los. Nun läuft es wie am Schnürchen und alles passt. „Fühlt sich ja gar nicht so schwer an!“ Ich erreiche die zweite harte Passage, welche insgesamt ein Boulder namens „Graham“ 8a+ Fb ist. Sultergriff, Spannung und durchkreuzen auf die Leiste. Ich erwische die Leiste und falle beim Auflösen ab. Diesmal mache ich eine halbe Stunde Pause, spotte meinen Vater und lass die Haut runterkühlen. Vom Schultergriff ist meine Schultermuskulatur schon übermäßig warm. Hm, kein gutes Zeichen. Neuer Versuch. Nochmal so weit und ich bin es schon zufrieden. Die erste Crux läuft schon mal wie geschmiert und ich erreiche „Graham“. Ich knüppel die Schulterleiste mit aller Kraft her und presse mich voll rein, Mache den Kreuzzug auf den Leistenspalt, den ich optimal bekomme, Fußklemmer und Schultergriff zum Untergriff drehen. Oh Wunder, ich hänge noch dran. Dann geht die Reise weiter und ich reihe die 15 Züge bis zum Abschlussriss zusammen. Wahnsinn. Ich freue mich, denn damit hätte ich heute nicht gerechnet. Das Projekt hatte ja schon damals vom Entdecker Hannes Eschert den Namen „Dave Graham“ bekommen. Dabei bleibt es. Nun hat er auch eine Begehung. Ich schlage den Grad 8b Fb vor.

Foto: Markus Ixmeier

Samstag, 31. Januar 2015

Start ins Jahr 2015 mit Rudi

Nun sind wir schon einen Monat zu dritt in den Fränkischen Wäldern unterwegs. Unser kleiner Rudi (5 Monate) hat schon einige Spots gesehen und freut sich mit, wenn Frauchen und Herrchen ein Projekt knacken. So war auch heute die Freude groß, als wir beide den fränkischen Boulderklassiker "Knochenmühle" 8a Fb klettern konnten. Nach zwei Tagen vorarbeit konnte erst Conny und dann auch ich die 10 Züge aneinanderreihen. Schlussendlich müssen wir sagen, dass die "Knochenmühle" wirklich für uns zu den schönsten Bouldern in der Fränkischen zählt, da die Felsqualität und die Bewegungen einfach der Hammer sind. In den Wochen zuvor konnte Conny noch einen schönen Boulder nahe Steinfeld ersbegehen. Für "Da Capo" schlägt sie den Grad 7c Fb vor. Morgen früh geht die Reise wieder in die Fränkische. Rudi muss ja schließlich noch ganz viele Felsen und Blöcke kennen lernen :-).window.___gcfg = {'lang': 'de'};