Montag, 24. Februar 2014

Conny und die schweren Jungs

Ob nun CROWBAR rein musiktechnisch Connys Fall ist, möchte ich mal im Raum stehen lassen. Trotzdem hat es Ihr die Schwergewichtigen-Fraktion aus New Orleans ziemlich angetan. Jedenfalls wurde die Tour New Orleans heavywaight division 11- am Endorama (Nördlicher Frankenjura) von Conny im vergangenen Jahr immer und immer wieder belagert. Bis... Ja bis Conny vergangenen Sonntag ihr Projekt knacken konnte und förmlich über den Boulder wanderte, an dem sie so oft gescheitert war und locker die Route abknipste. New Orleans zeichnet sich durch einen ziemlich heftigen Boulder (ca.8afb) gleich zu Beginn und darauf folgende Kletterei im oberen neunten Grad aus. Damit konnte Conny, nach Powerplay und Intercooler, ihre mittlerweile dritte Tour im unteren elften Grad punkten. Conny ist sehr glücklich mit ihrer Begeung. Nicht nur weil es endlich mit der Tour geklappt hat (mit der sie in letzter Zeit schon etwas auf Kriegsfuß stand), sondern weil Conny sich nun endlich wieder anderen Projekten widmen kann. Das Jahr ist ja noch jung.
Fotos: Roman van der Werf

Sonntag, 5. Januar 2014

10 Jahre Meininger Boulderabend

Seit 10 Jahren steigt nun schon die Boulderparty in Meiningen. Seither werden immer am Abend des 29.12. die Pforten zur "Arena" mit dem besonderen Charm geöffnet.So auch am 29.12.2013. Nun ist es, wie ich denke, mal an der Zeit zu resümieren. 10 mal wurden die Boulderwände auf- und wieder abgebaut. Tausende von Griffen, Strukturen, Volumen und Schrauben wurden in den Jahren an die Wand gewurfen und unzählige Arbeitsstunden sind drauf gegangen um das einmalige Konzept des Meininger Boulderabends umzusetzen. Einmaliges Konzept? Einmalig daher, da bisher noch nie ein Teilnehmer nur einen müden Euro löhnen musste, um hier mit dabei zu sein.Vielmehr gabs noch jedes Jahr für alle einen gratis Imbiss und Freibier. Das hat auch einen Grund. Dem Boulderabend liegt seit 2003 eine Idee zugrunde. Mit dem Boulderabend wollten wir in erster Linie Menschen zusammen führen. Menschen, die vorher eher nicht miteinander gebouldert wären. Ja, die Thüringer Szene war untereinander schon ziemlich unlocker. Heute muss ich sagen, dass genau das eingetreten ist, was wir uns gewünscht haben. Menschen mit den verschiedensten Vorstellungen vom Bouldern und Klettern reden miteinander, bouldern miteinander und respektieren einander. ...und das alles in unserer kleinen Kletterhalle. Darum soll es gehen im Gestern, Jetzt und Morgen. Dass das so ist, wie es ist ist das Werk von Vielen. Dafür möchte ich in erster Linie all denen Danken, die über die ganzen Jahre mit am Gelingen des Meininger Boulderabends beteiligt waren! Dank geht an: Conny, Erich und Monika, Micha, Christian, Uli, Maxi, Stefan, Maria, Mario, Dieter, Heiko, X-chen, Thomas, Sebastian und Volker sowie den Gastschraubern Dirk, Ulf und Roman. Dank geht speziell in diesem Jahr an die Firmen MARMOT, SKYLOTEC und SCARPA, die uns großzügig mit Preisen ausgestattet haben.

Auch in diesem Jahr war die Halle brechvoll und es wurde gräftig angerissen.

Hier die Ergebnisse:
Boulderabend Nr. 10

Ergebnisliste Männer : 18 – 49 Jahre
Platz Name, Vorname Ort Punkte
1. Vogt, Johannes Erfurt 69
2. Neumann, Paul Pohlheim 68
3. Bestvater, Armin Weimar 67
4. Faulstich, Samuel Morles 56
4. Peisker, Jörg Weimar 56
6. Wolburg, Maurice Freiberg 55
7. Apitz, Hendrik Jena 52
8. Wagner, Mario Günthersleben-Wechmar 45
9. Enders, Julien Fulda 40
9. Fohgrub, Steffen Wiesbaden 40
9. Kolumbus, Tristan Günthersleben-Wechmar 40
12. Assing, Edgar Jena 36
13. Meyer, André Jena 33
14. Benhardt, Bastian Giessen 32
15. Scholz, Stefan Erfurt 30
16. Peuker, Christian Ilmenau 27
17. Kaiser, Christian Ilmenau 21
18. Zander, Philipp Bayreuth 19
19. Buchberger, Stefan Eisenach 18
20. Habel, Jonas Meiningen 15
20. Vogler, Pascal Meiningen 15
22. Koch, Benjamin Gräfenhain 11
23 Schwanfelder, Sebastian Schwarzach 9
24. Reschad, Ebert Ilmenau 4
Delor, Robert
Gossler, Veit Erfurt
Habel, Stefan Untermaqßfeld
Hessemüller, Norbert Chemnitz
Heynlein, Jan Erfurt
Kalinowski, Marvin Meiningen
Klose, Stephan Erfurt
Kluge, Daniel Suhl
Körner, Daniel Erfurt
Lämmerhirt, Heiko Möckers
Lengefeld, Maximilian Meiningen
Luthardt, Tim
Noll, Alexander Erfurt
Ruprecht, Sebastian Erfurt
Sachs, Timo Meiningen
Willkommen, Konstantin Meiningen



Boulderabend Nr. 10

Ergebnisliste Frauen: 18 – 49 Jahre
Platz Name, Vorname Ort Punkte
1. Franke, Katharina Erfurt 37
2. Soldam, Sylvia Erfuret 20
3. Hetz, Anna Erfurt 13
3. Müller, Daniela Dillstädt 13
5. Günther, Christiane Ilmenau 11
6. Vogt, Anke Fulda 10
7. Ebert, Annemarie Ilmenau 1
Bild, Nicole Wiesbaden
Habel, Maria Untermaßfeld
Kangert, Simone Coburg
Prziwara, Nastasia Pohlheim
Serra, Federica
Tropschus, Franziska Meiningen
Vogler, Desi Walldorf
Volzke, Jacqueline Erfurt


Ergebnisliste Jugend / weiblich: 13 – 17 Jahre
Platz Name, Vorname Ort Punkte
1. Bestvater, Alma Weimar 54
2. Günzel, Sarah Fulda 22
3. Wiegand, Madeleine Fulda 21
4. Hagemann, Valentina Fulda 20


Ergebnisliste Jugend/männlich: 13 – 17 Jahre
Platz Name, Vorname Ort Punkte
1. Vogt, Nicolas Wickers 54
2. Zielaske, Philipp Weimar 36


Ergebnisliste Männer: Ü 50
Platz Name, Vorname Ort Punkte
1. Majunke, Thomas Fulda 28
2. Lutz, Volker Eisenach 17
3. Geißenhöner, Dieter Dillstädt 11



Boulderabend Nr. 10

Ergebnisliste Kinder/weiblich: bis 13 Jahre
Platz Name, Vorname Ort Punkte
1. Gaßert, Grete Suhl 7
1. Müller, Angelina Dillstädt 7
1. Scheler, Chris Suhl 7


Ergebnisliste Kinder/männlich: bis 13 Jahre
Platz Name, Vorname Ort Punkte
1. Gaßert, Hans Suhl 4

Fotos: Anna Hetz

Dienstag, 19. November 2013

Projekt geknackt

Am vergangenen Wochenende gings mal wieder an die Gockerlwand (Nördl. Fränkische Schweiz)um mal nach dem Rechten in der grau melierten Platte zu schauen, die ich anfang des Jahres eingebohrt hatte.Bisher war ich schon einige Male da. Allerdings war es meist zu warm für die miesen kleinen Dinger, die da als Griffe gedacht sind. Nun, ich denke der Herbst ist die beste Jahreszeit für solche Projekte und bei 6°C waren optimale Bedingungen, um den Einstiegsboulder zu zocken. Ein bisschen fühlen, ein bisschen probieren und ja nicht die Finger schrotten. Dann war ich warm und konnte die kleinen Leisten, Untergriffe und Zangen super herprügeln. So gelang mir noch gegen Jahresende eine sehr schöne Erstbegehung. Die Tour hört auf den Namen "Die Krätze" und wird so ca. bei 10-/10 einchecken.

10. Meininger Boulderabend

Am 29.12.2013 landen wir, das Team der Meininger Kletterhalle, Euch zum 10. Boulderabend in Meiningen ein. Zum 10jährigen gibts diesmal tolle Preies von MARMOT,SCARPA und SKYLOTEC, Freibier, Imbis und Party. ...und das alles wie immer zum Nulltarif! Es warten über 30 Boulder (von zart bis hart) darauf von Euch niedergebügelt zu werden. Also...kommt nach Meiningen! Wir freuen uns auf Ech!!!

Sonntag, 13. Oktober 2013

MARGALEF Shadowside

Mit schwitzigen Fingern halte ich den Kletterführer Tarragona von Dani Andrada in den Händen und mahle mir aus, wie ich die tollen Lochlinien genieße. Übermorgen soll es los gehen. Drei Wochen Spanien. Drei Wochen Margalef. Drei Wochen dem mäßigen Wetter Deutschlands entfliehen. Also packen wir unseren blauen Caddy bis unters Dach voll und zischen ab in den Süden, wo wir uns mit Matze und Doro aus Scheßlitz in Margalef treffen. Conny und ich waren schon sehr heiß darauf, die Routen im Laboratori anzutesten. Atlethische Kletterei an Löchern, die nicht länger ist als 12 Meter. Das klingt gut... Aber die Sonne machte uns hier einen dicken Strich durch die Rechnung und so drängte sie uns eher in die Schattengebiete des Tals. Die gibt es zur Genüge und die Touren sind einfach wahnsinnig gut. Nach einem Einklettertag in verschiedenen Sektoren, machten wir uns auf zum Sektor Cova Soleiada, wo Conny und ich nach einigen Tagen Arbeit die Maxkraftausdauertour "Mistic" 8b+ klettern konnten. Diese Tour hält neben einem bösen Boulder einige sehr intensive und weite Züge parat. Daran mussten wir uns erstmal gewöhnen. Denn in Margalef ist es nicht die Kunst, die Griffe zu halten und die Züge irgendwie zu machen. Sondern man muss schon manchmal echt weit blocken, um die Löcher sauber zu bekommen. Mit schnappen und hängenbleiben ist es eben nicht getan. Auch lässt der ersehnte Henkel oft sehr lange auf sich warten. Manchmal zu lange... Apropos Henkel. Im selben Sektor habe ich eine wunderschöne 30 Meter lange 8a machen können. "Doctor Feelgood" würde ich mit zu den schönsten Routen in diesem Grad zählen, die ich bisher unter die Finger bekommen habe. Im Sektor Roco de la Finestra haben wir uns den Klassiker "El Fustigador" 8a+ rausgesucht. Die 35 Meter lienie ist die "leichteste" an diesem Riesenzapfen und schlängelt sich über mal gute und mal weniger gute Löcher nach oben. Der Fustigador ist Conny sowohl auch mir für den Grad echt schwer gefallen, da wir beide solche Routenlängen eben nicht gewöhnt sind.
Nach dem Klettern ging es dann oft erst in den kleinen Dorfladen, um nach dem gemütlichen Einkauf und einigen Lektionen Spanisch in das "Cafe Vernet" auf ein Estrella zu wechseln. Abends auf unserem Stellplatz oberhalb des Stausees genießen wir die Ruhe und die tollen Gemüsepfannen, die Conny abendlich auf den Tisch zaubert. Einige Tage verbringen wir auch am Sektor Ca la Marta, der sich direkt gegenüber unseres Stellplatzes befindet. Dort kann Conny die beinahe 40 Züge der Route "Pollastre de granja" 8a aneinanderreihen und ich freue mich über eine Begehung des "La preso dels monstres" 8b+. Der Rhythmus, zwei Tage klettern und einen Tag Ruhe, wird gegen Ende unseres Urlaubs immer zäher und wir merken, dass wir in diesem Urlaub schon echt viel geklettert sind. Nach einem Abstecher nach "Klein Ceüse" Raco de les Espandelles, klettern wir noch einige leichtere Touren und beschließen: hier müssen wir unbedingt wieder hin. Wir verabschieden uns von einem der besten Klettergebiete die wir je gesehen haben, von den freundlichen Menschen, die wir dort kennengelernt haben und treten wehmütig die Heimreise an.

Dienstag, 10. September 2013

Queeel dich du Sauuu und Riesenslalom

Nachdem ich im Frühjahr "Paroli" 11- am Jungfernriss punkten konnte, zog es mich mal wieder ins Püttlachtal. 1. hatte ich dort einiges an Bohrarbeit zu leisten (siehe Bericht unten) und 2. wollte ich mal schauen, ob die soooo hoch gelobte und angepriesene Route Queeel dich du Sauuu 10/10+ wirklich so beschwärmenswert ist. Und ich muss sagen: Wahnsinn. Wahnsinn aus zweierlei Perspektiven. Die Kletterei ist sau gut. Und die Tour ist auch wahnsinnig undankbar. Nach ca. 18 Meter Kletterei im glatten 10. Grad kommt nach einem Schüttelpunkt das absolute Finale: Ein Einzelzug (ca. 9+) in ein Mono, dass es zu treffen gilt. Ist der Finger dann aber einmal drinne, klemmt er (bei entsprechender Dicke) gut ab und die Reise kann weiter gehen. Leider wurde meine Reise ganze 7x an dem genannten Zug gestoppt und ich konnte das Rückflugticket buchen. Beim 8. mal war dann durchziehen angesagt und ich bekam das Loch. Alles in Allem eine hammer Tour, die mir mehr abverlangte als beispielsweise Paroli. Vor einigen Tagen habe ich dann noch an der Püttlacher Wand den "Adlerklassiker" "Riesenslalom direkt" 10 klettern können. Auch eine sehr schöne Tour, die neben ordentlichen runouts auch miese kleine Kriffchen bereit hält.

Geschenke auspacken im Püttlachtal

Da mein Vater Erich in diesem Jahr seinen 60. feiern durfte, dachte ich mir: "Bohr ihm halt eine schöne Tour ein und schenk sie ihm zum Geburtstag". Im Frühjahr war ich dann in der Fränkischen unterwegs und suchte die passende Linie. Es sollte ja auch nicht irgendetwas sein. Es musste schon was anständiges her. Einige freie Linien hatte ich noch im Hinterkopf. Diese entpuppten sich dann allerdings, bei genauerem Hinschauen, als wenig lohnend oder zu schwer für meinen Vater. Nach ca. 12 Felsbesichtigung wollte ich die Flinte eigentlich schon ins Korn werfen, da riskierte ich dann doch nochmal einen Blick an der Weidener Wand im Püttlachtal. Und siehe da... sogar ganze drei schöne und logische Linien am rechten Rand wahren noch völlig unberührt. Also...bohren...putzen...schenken. Zwei der drei Touren konnte Erich dann praktisch im Vorbeigehen erstbegehen. Froschkönig 7- ist eine schöne und etwas athletische Kletterei mit einer pressigen Stelle in der Mitte und einem Henkelfinale vom Feinsten. Die Tour befindet sich ganz rechts an der Wand und ist ca. 13 Meter lang. Froschmann 7-ist eine defiziele Kantenkletterei in super Gestein und ist in etwa genauso lang wie sein rechter "Froschnachbar". Für den Froschkönig 8+ musste Erich einige male anrücken, denn im Einstieg wartet ein Boulder, der sich gewaschen hat. Erichs Lösung war dann ein Sprung von einer Lochleiste rechts in ein Henkelloch. Roman und ich (ja, wir durften schonmal im top-rope hochklettern) schätzten den Boulder mit 6c ein. Obenraus wartet noch ein herrlicher Riss und ein Abschlusswulst im 7. Grad. Nicht schlecht für meinen Vater. Somit konnte er seine schwerste Erstbegehung und seinen schwersten Boulder in einer Tour klettern. Nebenher bohrte und Kletterte ich noch die Tour Matahari 9+ ganz links an der Erinnerungswand.
Herzlichen Glückwunsch Dir nochmal zu deinen Erstbegehungen, Erich. ...und zum 61. legst du noch ne Schippe drauf ;-)