Dienstag, 26. Juni 2012

Powerplay lässt Thomas hoch

Was ist das bloß für ein schönes Gefühl? Seit Sonntag Abend muss ich nicht mehr zum Zwergenschloss. Diesen beschwerlichen und unfränkischen Zustieg durch das alte Bachbett, um dann noch zu guter letzt den oft schmierigen Hang hinauf zu eiern. Drei Monate Arbeit haben sich nun ausgezahlt und ich konnte Powerplay 11- endlich vom Umlenker meinen "Allerwertesten" entgegenrecken. So erarbeitete ich mir schrittweise den mittigen Boulder, um einmal Züge vorzuschalten und einmal Züge dran zu hängen. Mal lief es gut und mal wieder etwas schlechter in der Tour. Ich machte immer dann einen Fortschritt, wenn meine Motivation wieder kurz vor dem Abkippen war. Manchmal war ich wirklich knapp davor zu sagen, dass ich keinen Bock mehr habe und einfach mal irgendetwas Anderes unter die Finger bekommen möchte. Dann entdeckte ich aber wieder irgendwelche Türchen, die mich einen Level weiter brachten. Letztes Wochenende fühlte ich mich ganz fit und die Bedingungen waren auch wirklich gut. Aber einen Durchstiegsversuch hatte ich eigentlich nicht im Sinn. "Gut trainieren und Fortschritte machen." Mein Ziel war am Samstag einmal unterhalb des Boulders zu starten und oben raus zu klettern. Freitag Abend aß ich Salat mit Putenstreifen. Alle schauten mich entsetzt an. Samstag trafen wir uns mit Freunden im Zwergenschloss. Es war wieder super lustig und am Fels war tolle Stimmung. Fast konnte ich mein Ziel erreichen und fiel durch einen Lapsus recht weit oben heraus. Samstag Abend gab es dann Würscht mit Kraut und ordentlich was vom Kellerbier. Sonntag ging es dann wider an den magischen Ort. Ich hängte die Exen hoch und merkte schon zu Beginn, dass ich mich leicht fühlte und eine gute Vorspannung mitbrachte. Ich startete einfach mal einen Versuch, welcher sich zwar vom Klettern her gut anfühlte aber nicht weit ging. Pause. Im zweiten Versuch des Tages kletterte ich sauber in den Boulder hinein und löste die Züge leicht und statisch. Dann kam der weite Spanner in das Loch mit links. Ich bekam den Zwischengriff sauber (ein wenig mulmig war es mir schon in diesem Moment), Schwung aus der Hüfte und klack, ich hatte das Loch. Oben raus brannte dann auch nix mehr an, obwohl ich doch recht nervös war. Doch hatte ich die letzten Meter so gut eingeschliffen, dass alles gut ging. Für mich ging wieder ein kleiner Traum in Erfüllung, was ich mir allerdings hart erarbeiten musste. Es ist ein tolles Gefühl wieder neue Projekte in Augenschein nehmen zu können. Das Rad dreht sich weiter und zwei drei Sachen gibt es schon noch, die ich da oben noch nicht geklettert habe. ...und so schmierig ist der Hang auch wieder nicht ;-). Fotos folgen.

Keine Kommentare:

Kommentar posten