Montag, 13. August 2012

Gorges du Tarn News 2012

Zwei Wochen Tarnschlucht und das mitten im Sommer. Die meisten von euch werden sich an den Kopf fassen. Zu warm? Na ja. Warm war es schon, manchmal gar über 30°C im Schatten. Aber egal. Wir hatten einfach Bock auf die grandiosen Touren mit den wahnsinns Strukturen der Tarn. Es war ein gelungener Trip bei, welchen wir einige "Wunschzettelwege" abhaken konnten. So gelang Conny neben einer schnellen Begehung von Rasta vaut Rien 8a+/8b auch der typisch fränkische le spectre de l ottokar 8b/8b+.Am Tag vor unserer Abreise konnte Conny das Maximalkraftmonster punkten. Ich hatte das Vergnügen am Sektor L oasif den langen Kanten Le Viagra C´est Pas Pour Les Bras 8b klettern zu können. Ein genialer Weg, der nicht enden will. Danach hatte ich die Route Freak out 8b/8b+ im Visier. Eine sau gute Tour von Joshi. Die Crux lauerte ganz oben und warf mich über 4 Tage ganze 14 mal ab. Am Abend des 4. Tages konnte ich den Umlenker klippen und feierte mit einen "guten" Fläschlein 1664ger. Von den Rahmenbedingungen rund um das Klettern in der Tarnschlucht hat sich einiges geändert, wovon wir euch im Folgenden Berichten möchten. Übernachtung: Wie eh und je ist das Campieren in der gesamten Tarnschlucht verboten. Früher wurde dies allerdings geduldet. Nunmehr wird das Verbot von der örtlichen Polizei überwacht und durchgesetzt. Alle klassischen Kletterer-Schlafplätze werden mehr oder weniger durch die blauen Männlein angefahren. Die Kletterer werden fortgeschickt, manche mussten sogar eine Strafe von 140€ zahlen. Schaute man sich schon damals die Schlafplätze an, so war es nur eine Frage der Zeit, dass es so kommen musste. Hier haben sich auch die Kletterer nicht mit Ruhm bekleckert und ließen teilweise Abfälle liegen oder richteten sich umfangreich auf den Parkplätzen ein. Es wird empfohlen die nahegelegenen Zeltplätze zu nutzen. Wem ein Stück Autofahrt nichts ausmacht, der fährt über Les Vingnes rechts haltend aus der Schlucht um nach 20 Minuten zum Point Sublime zu gelangen. Dort kann man mit fantastischer Aussicht gut den Bus parken. Eine zweite Übernachtungsmöglichkeit bietet sich, führt man in Les Vingnes links über die kleine Brücke und die Serpentinen ca. 10 Minuten hoch. An einem großen Fels ist auch ein guter Parkplatz zum Übernachten. Aber Achtung: Mücken. Hakensituation: Die Franzosen waren sehr fleißig und haben bisher ca. 75% aller Routen mit soliden Klebehaken saniert. In den eher schlechten und wenig bis nie bekletterten Routen trifft man hier und da noch auf die alten Fixe-Laschen mit den 10 mm Bolzen. Folgende Gebiete sind momentan gesperrt: 1. Dromedar 2. Shadocks 3. Le Trone 4. ces Beach und folgende 5. Le grande toit. Es gibt aber auch einiges Neues. Am Baumes Basses wurden recht weit links an einem Pfeiler etliche Neutouren zwischen 6a+ und 7b eingebohrt. Alle schauen sehr lohnend aus. Am Güllich Sektor hat es eine neue 8a mit ziemlich guten Zügen und dünner Bewertung. Auch links im Planete causse sind ein paar Routen zwischen 6b und 7a hinzugekommen und im L oasif wurde das Superprojekt welches quer über den Tümpel zieht befreit und mit 8c bewertet. Es hat eine super Optik. Ganz rechts oben sind auch noch zwei ganz nette 6c Routen hinzu gekommen. Es gibt aber noch viel mehr Neues. Unter Anderem einen neuen Topoführer. Also unterstützt die Locals und kauft das Teil. Soweit von uns...

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