Dienstag, 19. Januar 2010

Bin wieder da...


Das Jahr 09 wurde verletzungsfrei bestritten und bestand aus super vielen tollen Kletterstunden. Ich war mit meinen Freunden in heimischen aber auch fremden Klettergebieten und es war eine tolle Zeit. Das erste Drittel des Jahres verbrachte ich mit meinem Vater Erich im Hülloch. Erich kletterte dann endlich sein Projekt Level 3 (8+) und war stolz wie ein Spanier. Fast am selben Tag gelang mir noch die Erstbegehung meines Projektes. Nach unzähligen Versuchen war der Tag gekommen an dem ich die Züge aneinanderreihen konnte. Ich konnte es kaum glauben. Ein manches mal dachte ich darüber nach einfach die Flinte ins Korn zu werfen, konnte mir nicht mehr vorstellen die Route klettern zu können. Aber dann konnte ich nach einigen Woche Vorarbeit den Einstiegsboulder in zwei Teilen klettern. Eine Woche später gelang er ganz. Die Hoffnung stieg und ich wollte nur noch da hoch, den Umlenker wollt ich klippen. Nach einigen Tagen intensiven Trainings in der Tour setzte ich drei Durchstiegsversuche bis zum vorletzten Zug der Tour. Drei mal an einem Tag fiel ich am selben Zug ab. Dann die Lösung: ein Hook für rechts und die Stelle war save! Nun war der Plan zwei tage nur zu ruhen. Jemand erzählte mir, dass er nach einer Krankheit immer super fit sei, da er sich nur auf dem Sofa ausruhen würde. Ich war zwar nicht krank aber ich tat diese zwei Tage so. Ausruhen, nix machen (schwänzen von Vorlesungen). Alles nur um die Tour zu klettern. Nach den zwei Tagen Ruhe fuhr ich voller tatendrang ans Hülloch und... ALLES NASS! Ich war zerstört. Diese feinen Bedingungen hielten sich dann geraume 1,5 Wochen sodass ich mit meinem Training in der Tour erneut beginnen konnte. Stoisch Zug um Zug, Versuch um Versuch. Ich hatte keine Emotionen mehr. Egal. Doch dann ging es wieder Aufwärts. Ich war mittlerweile mindestens drei Tage in der Woche am Hülloch anzutreffen. ich sah die Leute kommen und gehen. Und immer die Frage: "Na, was macht dein Projekt?" "Wird, wird!" In Gedanken:"hoffentlich." Ich kannte alle die dort kletterten, was sie kletterten wusste ich auch, war ich ja immer da, wenn sie ihre Begehungen machten. Doch dann an einem "frischen" Sommermorgen im Juli lief alles wie am Schnürchen. Ich kam durch. Der Boulder zu Beginn ging flüssig, ich traf die Griffe perfekt. schnell bis aufs Band und schüttel. Die Ausstiegszüge mit dem weiten Spanner gingen so leicht wie nie. Dennoch bleibt zu sagen, dass mich diese Tour mehr als alles Andere gefordert hat und ich deswegen 11- vergebe. Sei es trum. Vielen Dank an alle die mich dort gesichert haben und sich auch meinen Launen aussetzten. Ach ja die Tour trägt den namen Sophisticated und wurde auch schon von Markus Hoppe ziemlich schnell wiederholt.

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