Dienstag, 19. Januar 2010

Norwegen 2009


Das Bohrkommando rückt aus. So könnte die Überschrift auch lauten. Moni, Erich, Hessi, Saui Ben und ich trafen uns im Juli in der Telemark im Süden Norwegens, um zu Klettern, zu Bouldern und zu Bohren. Am Vormittag hatte ich in Bamberg noch ne mündliche Prüfung. Na ja, Prüfung ablegen und ab in den vollgepackten Bus Richtung Norden. 1,5 Tage fahren und da. das Felspotenzial ist der Wahnsinn. Ich hatte einen Felsriegel im Hinterkopf, welcher mit den Ausmaßen eines Schleierwasserfalls gesegnet war. Ca 20 Gehminuten vom Camping in Killegrend entfernt steht das Prunkstück. Fast 60 Meter hoch und ungefähr 400 Meter breit zeigt sich das steile und Dachgeschwängerte Monster. "Mein Arbeitsplatz für die kommenden zwei Wochen." Ich war kurtz vor dem Ausflippen, als ich die Wand in Augenschein nahm. Eine Linie besser als die Andere. 50 Bohrhaken und 10 Bühler sind nicht genug...ich brauche mehr...mehr Material, mehr Zeit, mehr Helfer. Das Wetter war ziemlich schlecht, aber war man erst am Wandfuß, so war alles trocken. Eine Linie schoss uns allen sofort ins Auge. Direkt im Hauptsektor durchzieht eine grandioser Rissverschneidung die die kompakte Bleiwand. Nur es gab ein Problem: der Riss war einfach zu breit für Klemmgeräte. Aufgrund der Steilheit bohrten wir das Ding von unten ein. Ich denke drei BH auf 30 Metern sind keine Schande. Die erste Tour an der "Arena" war geboren. "Vier Toreeros" nannten wir den Weg.
Dazu kam dann "Jormundgand" 7a und einige Projekte. Im linken Sektor bohrte ich "Dollenstein" 6a+ und "Dollenstein Dir." 7b sowie einige weitere Touren bis zum Grad 7c. Hier ist das Potenzial, um genialste Neutouren bis in die obersten Grade zu erschließen. Die Linien sind der Hammer! Wer daran interessiert ist dort oder in der Region zu erschließen, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Ich würde mich freuen, wenn mehr auf den Geschmack kommen. Das Gestein ist edel!

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